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Mit gelben Birnen hänget Und voll mit wilden Rosen Das Land in den See, Ihr holden Schwäne, Und trunken von Küssen Tunkt ihr das Haupt Ins heilignüchterne Wasser.

Weh mir, wo nehm’ ich, wenn Es Winter ist, die Blumen, und wo Den Sonnenschein, Und Schatten der Erde?

Die Mauern stehn Sprachlos und kalt, im Winde Klirren die Fahnen.

Die 1. Strophe des Gedichts besteht aus nur einem einzigen Satz, der alles harmonisch mitenander verbindet und ineinander fließen lässt. In der Mitte des Satzes, die exakt in der Mitte der 1. Strophe verortet ist, steht der eingeschobene Ausruf: »Ihr holden Schwäne«.

Die 2. Strophe dagegen zerfällt in zwei Sätze: Eine Frage, die durch mehrere Einschübe unterbrochen wird, und einen nachfolgenden Satz, der aus zwei Teilen besteht.

Die Versgrenzen, der Satzbau und der sich daraus ergebende Rhythmus sorgen somit dafür, dass zwischen den beiden Strophen ein Bruch spürbar wird. Das Gedicht zerfällt in zwei Hälften.

Alles klar soweit?

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