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Eine Reiseerinnerung wird zum Gedicht

Kurs

November 20, 2020

Datum

2

Kapitel

19

Aufgaben

In diesem Kurs hast du eine ganz schöne Reise zurückgelegt: Nachdem du dich im 1. Kapitel von Hölderlins Gedicht ›Andenken‹ bis nach Bordeaux hast führen lassen, bist du im 2. Kapitel in die Dichterwerkstatt eingestiegen.

Du hast erfahren, dass ›Andenken‹ 1803 mit einer ganzen Reihe weiterer Reisegedichte entstanden ist und 1808 erstmals veröffentlicht wurde. Im Manuskript ist lediglich der Entwurf zur letzten Strophe erhalten. Doch dieser zeigte bereits, wieviel Hölderlin in seinen Gedichten gestrichen, korrigiert und umgearbeitet hat.

Beim Zählen der Strophen und Verse hast du bemerkt, dass das Gedicht insgesamt sehr regelmäßig aufgebaut ist. Die letzte Strophe weicht jedoch minimal davon ab und erhält dadurch eine Sonderstellung.

Doch im freirhythmisch gestalteten Versschema hat Hölderlin ein metrisches Muster versteckt: den Adonius. Über das gesamte Gedicht hinweg läuft diese Klangfolge auf den letzten Vers zu, der dadurch zu einer Art Höhepunkt wird. Darüber hinaus hat Hölderlin aber auch durch seine Verwendung von Konsonanten und Vokalen eine besondere Sprachmelodie erzeugt.

Im Videobeitrag von Christian Reiner hast du gesehen, wie je nach Sprecher eine ganz eigene Wirkung entfalten kann. Zuletzt hast du selbst ausprobiert, wie sich das Gedicht sprechen und in Bewegung übersetzen lässt und hast dazu ein eigenes Video angefertigt.